











Der Fahrradweg am Waldrand war im roten Kerzenschein erleuchtet, als sich die Eltern, Geschwister und Angehörige mit der Landrätin Kerstin Kassner auf der gesperrten B96 zur Unfallstelle aufmachten. Mehr als 800 weitere Kundgebungsteilnehmer die in den frühen Morgenstunden nach Ralswiek gekommen waren folgten in einem über 200 Meter langen Gedenkzug.
Über der gesamten B96 lag eine Totenstille, während der Wind durch die Bäume strich und vereinzelt die Vögel zwitscherten. An der Unfallstelle verstummten selbst die Vögel als vier Glockenschlägen zum Gedenken an Mara, Cathi, Virginie und Toni ertönten, sowie ein fünfter Glockenschlag für alle Anderen, die unschuldig im Straßenverkehr getötet wurden.
Als die Eltern nach einer Minute des Schweigens für Ihre vier Kinder Holzkreuze in den noch feuchten Boden drückten, vergaßen sogar die bereitstehenden Reporter im ersten Moment ihre Bilder zu machen, da jeder von diesem Gefühl, welches einzigartig zeitlos war, mitgerissen wurde.
Dem Vater von Toni entglitt ein Luftballon und mit diesem stiegen auf einmal hunderte weitere Luftballons in den frühen Morgenhimmel.
